Interpretation des Kapitels „Gesang von der Schaukel“ aus Peter Weiss‘ dokumentarischem Drama: „Die Ermittlung“ (Schulprojekt)

Alle Werke von Sam R. und Joé R.

Kalte Winternacht

Kalte Winternacht.
Jemand lacht.
Jemand schreit.
Beide wegen Leid.

Der schwarze Tod ist grad erwacht,
Kalte Winternacht.
Doch von Kälte nichts zu spüren,
Denn warmes Blut fließt unter den Türen.

Es fließt frisch aus Bogers Arbeitszimmer.
Draußen sieht man Angstschweiß schimmern,
Drinnen stand der Häftling in der Pfütze.
Er tritt hinaus; die Wand dient als Stütze.

Er hält sich kaum noch auf den Beinen.

Niemand spricht, jeder ruht,
Der Muselmann ist voller Blut,
Die Schaukel hat ihm zugesetzt.

Hand in Hand, Gesicht zur Wand,
Niemand, der so echt verstand,
Und doch war es so manifest,
Dass er uns nun verlässt,

Den Blick gen Tunnelende.
Das Licht macht uns Mut.
Ist es eine Hoffnungswende?
Oder doch nur noch ein Zug.

Gesang von der Schaukel – Euphemismus